Endlich wieder am Brandenburger Tor – Das 27. Umweltfestival der GRÜNEN LIGA Berlin für aktiven Umweltschutz

Politprominenz, Festivalstimmung bei schönstem Sommerwetter, innovative Ideen und zukunftsweisende Produkte – 60.000 Umweltinteressierte besuchten Europas größte ökologische Erlebnismeile am Brandenburger Tor
Unter dem  Motto „Wasser – Elixier des Lebens!“ strömten in diesem Jahr wieder rund 60.000 Besucher*innen aus aller Welt auf die ökologische Festmeile am Brandenburger Tor. Mit rund 200 Aussteller*innen, prominenten Gästen aus der Politik sowie jeder Menge guter Stimmung setzte das 27. Umweltfestival der GRÜNEN LIGA Berlin e.V. nach zwei Pandemiejahren die Tradition an der Straße des 17. Juni fort und macht Mut zum Mitmachen und Handeln, für den Schutz unserer Umwelt.  Mit dem diesjährigen Motto sollte auf das kostbare Gut aufmerksam gemacht werden und Wasser als Zukunftsthema in den Mittelpunkt rücken. Sowohl im Programm der großen Bühne am Brandenburger Tor als auch an zahlreichen Informationsständen und Aktionen wurde das Thema aufgegriffen.Für besondere Höhepunkte im Programm auf der großen Bühne am Brandenburger Tor sorgten die Talkrunden mit der Bundesumweltministerin Steffi Lemke und dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, der Auftritt von Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch sowie der Staatssekretärin der Senatsumweltverwaltung Frau Dr. Silke Karcher.
Den Gewinner*innen des Großen Preises wurde im Rahmen der Preisverleihung eine Würdigung ihres Engagements zuteil, denn mit ihren innovativen Zukunftsvisionen beweisen sie eindrucksvoll, dass Umwelt- und Klimaschutz konkret umsetzbar sind. Ein besonderes Zeichen des Klimaschutzes setzte auch in diesem Jahr wieder die Große Fahrradsternfahrt des ADFC, die auf dem Umweltfestival endete. „Wir freuen uns sehr, dass nach zwei Jahren wieder so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind und ein ungebrochenes Interesse für Umwelt und Klimaschutzthemen mitgebracht haben.“ Sandra Kolberg, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlin e.V., ist überzeugt davon das jede*r Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten kann:  „Wir wissen längst genug über unseren enormen Ressourcenverbrauch, das Müllproblem oder das rapide Artensterben. Ob Mobilität, Konsum oder Energiesparmaßnahmen; neben notwendigen politischen Weichenstellungen gibt es viele Dinge, die wir selbst auch im Privaten ändern können, um in der Summe positive Veränderungen für eine lebenswerte Zukunft zu erreichen“. Mit dem BioErlebnisBauernhof brachte die FÖL Ökolandbau zum Anfassen und mitmachen auf die Straße des 17. Juni. Mit zahlreichen zusätzlichen Kinderaktionen war das Umweltfestival wieder ein Fest für die ganze Familie. Besucher*innen können fair und ökologisch einkaufen und neue Produkte testen und bei zahlreichen Kreativ- und Upcyclingaktionen mitmachen.Auf der zweiten – der sogenannten „kleinen“ – Bühne wurde den ganzen Tag das Thema vegane Ernährung in den Mittelpunkt gerückt. Das Bühnenprogramm wurde in diesem Jahr nicht von der GRÜNEN LIGA Berlin gestaltet sondern von Berlin-Vegan und der Albert Schweitzer Stiftung und mithilfe der Unterstützung des Sponsors VEGANZ realisiert.
Bereits zum zehnten Mal überreichte die GRÜNE LIGA Berlin e.V. gemeinsam mit der GASAG den Großen Preis des Umweltfestivals, der in diesem Jahr an „YoSana – Let’s Flower the World“, die Initiative „RESTLOS GLÜCKLICH“ und dem „Culinary Kiosk“ geht. Die Jury – bestehend aus Vertreter*innen des Bundesumweltministeriums, der GASAG und der GRÜNEN LIGA Berlin – war beeindruckt von den sehr konkreten und praktischen Ideen für eine nachhaltigere Lebensweise.„Mit jeder innovativen Idee um CO2 einzusparen, jedem Einwegbecher auf den wir verzichten, jedem Tag an dem wir das Fahrrad dem Auto vorziehen oder die Bahn dem Flugzeug, an jedem Tag den wir uns bewusst werden über unsere Verantwortung und unseren Einfluss auf die Lebensumstände folgender Generationen, tragen wir ein Stück zu einer umweltfreundlichen Gesellschaft bei und setzen ein Zeichen.“, so Leif Miller, Vorsitzender der GRÜNEn LIGA Berlin. „Mit ihren innovativen Zukunftsvisionen beweisen die Preisträger eindrucksvoll, dass Umwelt- und Klimaschutz konkret umsetzbar sind“. Die drei Preise wurden gleichwertig mit je einem 500€ – Scheck an die Preisträger*innen übergeben.Wir bedanken uns bei allen, die das diesjährige Umweltfestival ermöglicht haben und freuen uns auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Umweltfreundlich feiern statt Stau am Brandenburger Tor“. Bitte vormerken: 4. Juni 2023.

Pressemitteilung zum Weltwassertag: Schutz der Berliner Kleingewässer

Das UMWELTFESTIVAL widmet sich in diesem Jahr dem vielseitigen und bedeutsamen Thema Wasser. Wie es konkret um die Gewässer in Berlin steht, ist in der Pressemitteilung zum Weltwassertag am 22.03. zu lesen:

Berlin, 21. März 2021 – Zum morgigen Weltwassertag fordert das Aktionsnetz Kleingewässer, bestehend aus BLN, a tip:tap, BUND Berlin, Grüner Liga Berlin, Museum für Naturkunde und NABU Berlin, den Zustand Berliner Gewässer deutlich zu verbessern. Denn den Berliner Gewässern geht es schlecht: Kleingewässer trocknen aus, Amphibien und Fischbestände gehen dramatisch zurück und von den wenigen Gewässern, an denen nach den aktuellen Planungen des Landes die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden soll, erreicht bisher keines den angestrebten guten ökologischen Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial.

Ein Bündnis aus 19 Umweltverbänden und -initiativen hat sich zur Wassernetz-Initiative zusammengeschlossen, um gemeinsam den Zustand der Berliner Gewässer zu verbessern. Im daraus hervorgegangenen Projekt „Aktionsnetz Kleingewässer“ werden bei Dialogveranstaltungen Bürger*innen, Verwaltungen und Politik für die Probleme sensibilisiert und Lösungen erarbeitet. Konkrete Aufwertungsmaßnahmen an Gewässern werden Wasserläufe strukturreicher und Tümpel für Amphibien attraktiver machen.
Der Weltwassertag der Vereinten Nationen soll alljährlich auf die Bedeutung von Wasser als Grundlage allen Lebens hinweisen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“.

Gründe des mangelhaften Wassermanagements sind vielfältig

„Sind die Grundwasserstände niedrig, leiden darunter auch die wasserabhängigen Lebensräume“, erklärt Manfred Schubert, Geschäftsführer der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz. „Am stetigen Rückgang der Amphibienbestände beobachten wir das seit Jahren und auch die Vegetation ändert sich gravierend“, so Juliana Schlaberg, Naturschutzreferentin des NABU Berlin. Die zunehmende Versiegelung, der Klimawandel, die intensive Nutzung der Gewässer und die hohe Fördermenge der Wasserwerke sind nur ein Teil der Probleme, die unsere Gewässer belasten.

Mit Wasser sparsam umzugehen und den Regenwasserrückhalt in der Stadt zu verbessern, hat die Berliner Umweltsenatorin Bettina Jarasch bereits als Herausforderung für die Zukunft erkannt. „Doch das reicht uns noch nicht“, sagt Sandra Kolberg, Geschäftsführerin der Grünen Liga Berlin, „im neuen Haushalt muss viel mehr Geld für die Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie eingestellt werden und auch die Aufwertung der Kleingewässer muss im Haushalt unbedingt berücksichtigt sein“. „Zwei der über 700 Kleingewässer sollen demnächst über das Projekt „Blaue Perlen“ renaturiert werden. Ein guter Anfang, doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, kritisiert Verena Fehlenberg vom BUND Berlin.

Beteiligung der Bürger*innen erwünscht

Alle, die bereit sind, die den Schutz unserer Gewässer mit ehrenamtlicher Arbeit zu unterstützen und zu beschleunigen, sind herzlich eingeladen an einer der nächsten Veranstaltungen des Projekts „Aktionsnetz Kleingewässer“ teilzunehmen.

Am 08.04.2022 findet im Rahmen einer Dialogveranstaltung des Projektes eine Gewässerbeprobung am Septimer Becken statt. Bei Interesse an einer Teilnahme und für weitere Informationen schreiben Sie gerne an jschlaberg@nabu-berlin.de. Weitere Termine und Informationen zum Aktionsnetz Kleingewässer finden Sie unter: https://bln-berlin.de/aktionsnetz-kleingewaesser/

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Manfred Schubert, Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz Berlin (BLN), manfred.schubert@bln-berlin.de, 030-26550864

Juliana Schlaberg, Naturschutzreferentin beim NABU Landesverband Berlin, jschlaberg@nabu-berlin.de,
030-9860837-35

Sandra Kolberg, Geschäftsführerin der Grünen Liga Berlin e.V., sandra.kolberg@grueneliga-berlin.de, 030-443391 – 0

Kim Mortega, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum für Naturkunde, kim.mortega@mfn.berlin, 0 30 889140 – 8113

Carmen Schultze, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Landesverband Berlin, 030-787900-12

Karsten Köberich, a tip: tap e.V., neuruppin@atiptap.org

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Gemeinsame Pressemitteilung der im Aktionsnetz Kleingewässer vertretenen Verbände:
a tip:tap e.V., Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz Berlin (BLN), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Museum für Naturkunde Berlin, NABU Landesverband Berlin. Das Projekt „Aktionsnetz Kleingewässer“ wird gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie.