Unverkäuflich - Umweltgruppe pachtet Wald im Tagebauvorfeld

2020. In Deutschland wurde der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle beschlossen. Im Vorfeld des Tagebaus Nochten blüht das Leben. Anwohner und Gäste erfreuen sich der Natur, nicht nur wenn der Wald zum Blaubeersammeln einlädt. Wer ganz leise ist, sieht weißes Dammwild über die Lichtungen am Waldrand ziehen. Doch die Idylle ist akut gefährdet. Meter um Meter rücken - trotz des beschlossenen Ausstiegs - die Bagger des Tagebaues vor und vernichten die gewachsene Landschaft. Geht es nach der LEAG, werden sie sich bis direkt an die Dörfer Mulkwitz und Rohne heranfressen. Die Bundesregierung gibt der LEAG bis zu 1,75 Milliarden Euro Entschädigung für den Kohleausstieg, ohne dass der Konzern von diesem Plan Abstriche macht. Die Hinterlassenschaft: Riesige Tagebaurestlöcher, in denen wertvolles Wasser verdunstet. Flüsse färben sich ockerbraun und Sulfat verunreinigt das Trinkwasser. Und die LEAG, im Eigentum zweier tschechischer Milliardäre, will weiter machen als ob es kein Pariser Klimaabkommen gäbe.

Muss man sich damit abfinden? Die GRÜNE LIGA – Umweltgruppe Cottbus sagt NEIN. Von Eigentümern, die ihren Wald nicht an die LEAG verkaufen möchten, hat die Umweltorganisation im Dezember 2019 ein privates Grundstück im Vorfeld des Tagebaues Nochten bis 2037 zur Nutzung übertragen bekommen. Hier finden nun Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Waldumbau und Naturschutzmaßnahmen statt.

Der Wald könnte auch helfen, die Dörfer vor Staub und Lärm aus dem Tagebau zu schützen – wenn die Grube vorher stoppt!

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Unverkäuflich - Umweltgruppe pachtet Wald im Tagebauvorfeld
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