Klimaschutz? – Find ich gut!

Seifenblasenkunstler zaubert riesige Seifenblasen

Das war das 21. Umweltfestival der GRÜNEN LIGA Berlin

Das diesjährige Umweltfestival der GRÜNEN LIGA Berlin stand ganz im Zeichen des Klimas. Bei strahlendem Sommerwetter kamen unzählige Besucher_innen zur Festivalmeile am Brandenburger Tor und informierten sich bei den rund 230 Austellern und den spannenden Talkrunden zu wirksamen Maßnahmen des Klima- und Umweltschutzes in den unterschiedlichsten Bereichen. Für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgten u.a. Livemusik auf zwei Bühnen, das Wasserspielmobil, Straßentheater und Toben im Heu.

„Ein wirkungsvoller und umfassender Klimaschutz ist heute wichtiger und notwendiger denn je. Und so freue ich mich hier über jeden Aussteller mit einem neuen Produkt oder einer neuen tragenden Idee, das oder die uns hilft, unser Klima nachhaltig und langfristig zu schützen.“ so Leif Miller, Vorsitzender der GRÜNEN LIGA Berlin, „Denn eines haben die katastrophalen Wetterereignisse der letzten Tage gezeigt – wir können nicht länger so tun, als hätten wir noch unendlich viel Zeit für schützende und konkrete Maßnahmen.“

Hier geht es direkt zur Bildergalerie. Weitere Bilder folgen. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an anke.ortmann@gruenelia.de senden.

Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeigte sich beim Rundgang über die Meile sehr beeindruckt von der Vielfalt und praktischen Alltagstauglichkeit der hier präsentierten Konzepte und Produkte. Beim Talk mit rbb Radio-88,8-Moderator Ingo Hoppe unterstrich sie zudem die Bedeutung des ökologischen Landbaus für Umwelt und Klima und gratulierte den Preisträgern der Alnatura-Bio-Bauern-Initiative.

Hier geht es direkt zur Bildergalerie des BMUB zum Besuch der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf dem 21. Umweltfestival der GRÜNE LIGA Berlin.

Die immense Vielfalt und Originalität im Natur- und Umweltschutz wird auch vom Gewinner des Großen Preises des Umweltfestivals 2016 widergespiegelt. „Ich bin begeistert, dass wir mit dem Spiel Ecogon von Gaiagames eine spielerische und unterhaltsame Auseinandersetzung mit Natur- und Umweltschutz auszeichnen konnten.“ freute sich Karen Thormeyer, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlins. „Obwohl es pädagogisch sehr wertvoll ist, macht es richtig viel Spaß.“ Und auch die Details sind perfekt – die Spielsteine sind z.B. Bohnen und generell ist das verwendete Material nachhaltig und umweltfreundlich – da stimmt einfach das Gesamtpaket.“ Eine besondere Anerkennung der Jury aus Vertretern der GASAG, des BMUB, von Lebensbaum und der GRÜNEN LIGA erhielt die Produktlinie Chicobag von Nawoli. Diese recycelten Taschen zeichnen sich durch eine absolute Alltagstauglichkeit sowie hohe Variabilität in den Produkten aus.
Das Umweltfestival griff wieder alle Themen auf – von Stadtbegrünung und einer brandneuen App zur Berliner Stadtnatur, Biodiversität in Stadt und Land, der aktuellen Auseinandersetzung mit TTIP, umweltfreundliche Mobilität, nachhaltige und grüne Dienstleistungen in verschiedensten Bereichen. Die Aussteller zeigten Produkte, die vom Keller bis zum Dachboden einsatzfähig sind.

Beim Kinder- und Jugendwettbewerb „Bee’ne Biene“ trugen die Gewinner_innen auf der kleinen Bühne, die an diesem Tag ganz im Zeichen der Bedeutung und Gefährdung der Wild- und Honigbienen stand, stolz ihre Kurzgeschichten und Gedichte dazu vor. Auch bei den kulinarischen Angeboten blieb kein Wunsch offen. Kurzum – das Festival zeigte auch in diesem Jahr wieder, dass Umweltschutz ganz einfach und lebenswert sein kann.

Hintergrund

Der Weltklimarat IPCC betont in seinem 5. Sachstandsbericht (2014), dass die Folgen eines weiter fortschreitenden Klimawandels katastrophal sein und vor allem auch weltweit auftreten werden. Ohne schnelle, konkrete und nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen werden wir wohl mit einem globalen Temperaturanstieg um durchschnittlich 4 Grad Celsius oder mehr schon in diesem Jahrhundert rechnen müssen. Die Emissionen der Treibhausgase müssen also schnellstens und drastisch gesenkt werden. Innerhalb der EU sollen die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden, bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990. In Deutschland wurde seit dem Fall der Mauer zwar eine Minderung der Emissionen erreicht, diese reicht allerdings bei weitem nicht aus, um bis 2020 die Emissionen von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken (Aktionsprogramm Klimaschutz 2020). Damit diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden können, sind dringende Maßnahmen in allen Bereichen notwendig: beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und generellem Umbau der Energiewirtschaft, in der Industrie, beim Thema Mobilität und Tourismus, im Bausektor genauso wie in privaten Haushalten und in der Landwirtschaft.

Foto: Sebastian Hennig

Das UMWELTFESTIVAL 2016 wird durch das Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Außerdem gefördert durch die Stiftung Naturschutz Berlin. Hauptsponsoren sind die GASAG, der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e. V. und die Alnatura Produktions- und Handels GmbH. Weitere Unterstützer sind der NABU, die UmweltBank und die LEBENSBAUM GmbH.