Das war das 31. UMWELTFESTIVAL

Mehrere zehntausend Besucher*innen folgten am Sonntag, den 7. Juni 2026, bei freundlichem Sommerwetter unserer Einladung zum 31. UMWELTFESTIVAL ans Brandenburger Tor und feierten ein inspirierendes Fest für alle Generationen.

Unter dem Motto „Boden – Du stehst drauf!“ wurde an über 230 Ständen ein vielfältiges Programm aus Workshops, Beratungen, Ausstellungen und Mitmachaktionen über die beeindruckende Welt unter unseren Füßen geboten und zu vielfältigen Umwelt-, Natur- und Nachhaltigkeitsthemen informiert. Künstlerische Formate mit Theater, Performance und Chorauftritt sorgten für Abwechslung und neue Perspektiven auf die unverzichtbare Ressource Boden. Junge Berliner Bands brachten ein beeindruckendes und stimmungsvolles Programm auf die große Bühne und sorgten für gute Laune.

Eine Übersicht der Ausstellenden 2026 finden Sie hier.

Highlights auf der Bühne am Brandenburger Tor

Eröffnet wurde das UMWELTFESTIVAL durch Dr. Lilian Busse, Vizepräsidentin des Umweltbundesamtes, die auf der Bühne Rede und Antwort stand und sich anschließend auf der Festivalmeile an zahlreichen Ständen informierte und ins Gespräch kam.

Auf der Bühne wechselten sich Talkrunden, Preisverleihungen und musikalische Beiträge ab. Im Gespräch „Boden gleich Entsiegelung“ ging es um klimaresiliente Städte und die Rolle entsiegelter Flächen für Klima, Biodiversität und lebenswerte Räume. „Boden gleich Landnutzung“ beleuchtete, wie wir Landnutzung verändern müssen, um Klima- und Artenschutzziele zu erreichen. Im Talk „Boden gleich Klimaschützer“ wurde diskutiert, wie Böden CO₂ speichern und zur Klimaanpassung beitragen können. „Boden gleich Abfallverwerter“ zeigte, wie organische Abfälle sinnvoll genutzt werden. Von der Biotonne bis zur Trockentoilette. Die Diskussion „Boden gleich Flächenkonkurrenz“ widmete sich der Frage, wie Berlin mit knappen Flächen umgeht, am Beispiel des Tempelhofer Felds. Den Abschluss bildete „Boden gleich Gemeinschaft“, der die Bedeutung von Zusammenarbeit und Engagement für eine nachhaltige Zukunft betonte.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm von Stella, Leyze und Sicksince96 sowie ICKE. Zudem wurden der NABU-Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ und der „Große Preis des UMWELTFESTIVALs“ verliehen.

Mehr zum Programm finden Sie hier.

Der Große Preis des UMWELTFESTIVALs

Bereits zum 14. Mal überreichte die GRÜNE LIGA Berlin den Großen Preis des UMWELTFESTIVALS an innovative, umweltfreundliche und alltagstaugliche Ideen von Ausstellenden. Das Preisgeld wurde erstmalig durch Vivara Pro gestiftet, Europas größten Hersteller für professionelle Artenschutzprodukte für Vögel, Fledermäuse und Insekten.

Die Jury zeichnete den Verein Berliner Bäume e.V. und seine Tiny Forests als innovative Lösung für mehr Klimaschutz und Biodiversität mit dem ersten Preis aus. Auf kleinsten Flächen werden schnell funktionierende Ökosysteme geschaffen, die das Stadtklima verbessern, die Biodiversität fördern und Klimaanpassung konkret erlebbar machen.

Der zweite Preis ging an den 2000m²-Weltacker. Das Projekt überzeugt als praxisnahes, übertragbares Bildungs- und Demonstrationsprojekt, das nicht nur informiert, sondern konkrete Zukunftsoptionen sichtbar macht und zum Handeln anregt.

Mit dem mobilen Mitmach-Kiosk landete ein ermutigendes Projekt auf dem dritten Platz: Das Kollektiv Mut zur Lücke sammelt Perspektiven, Wünsche und Bedenken interessierter Menschen und macht Menschen Mut, ihr Recht auf Stadt auszuüben. Bürger*innen-Beteiligung wird in niedrigschwellige Formate umgewandelt und neu gedacht.

Boden greifbar machen – Der EcoMind Space

Am sowjetischen Ehrenmal wurde der EcoMind Space zum lebendigen Ort der Begegnung mit dem Boden: In Workshops erlebten Besucher*innen, wie aus menschlichen Ausscheidungen wertvoller Dünger entsteht, welche Verbindungeb zwischen Boden, Identität und Umweltgerechtigkeit bestehen, wie 2000 m² Ackerfläche globale Zusammenhänge sichtbar machen und warum fossile Energien im Boden bleiben müssen. Künstlerische Beiträge wie die Performance „Critters“ des Theaters des Anthropozän und ein Chorauftritt der Berliner Vokalis*innen Gemeinschaft bereicherten den Tag. An den Mitmachstationen von SoilCast wurde Boden nicht nur diskutiert, sondern mit allen Sinnen erfahrbar.

Das UMWELTFESTIVAL 2026 wird durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gefördert. Die Mittelbereitstellung erfolgte auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Hauptsponsor*innen sind die GASAG AG, der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN), die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) und die Berliner Wasserbetriebe (BWB). Kooperationspartner*innen sind die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), NABU und der ADFC Berlin e.V.

Fotos: ©Sebastian Hennigs und Ben Mönks