Umweltfestival 2018

3. Juni 2018 Brandenburger Tor 11 – 19 Uhr

 

Zum Umweltfestival am Brandenburger Tor gehören traditionell spannende Debatten zu aktuellen Themen rund um Natur- und Verbraucherschutz. Auch das diesjährige Talkprogramm der GRÜNEN LIGA verspricht wieder brisante Streitgespräche und informative Vorträge.

Eine Übersicht zu den Talkrunden finden Sie zeitnah im Bühnenprogramm

Insektensnacks – Ernährung der Zukunft

Mehr als 7,5 Milliarden Menschen Leben auf der Erde und die Bevölkerung wächst stetig. Pro Jahr kommen rund 78 Millionen Menschen dazu und die Endlichkeit unserer Ressourcen ist längst bekannt. Wir müssen umdenken und Alternativen für eine nachhaltige Gestaltung unserer Gesellschaft finden. Innovative Ideen für die nachhaltige Ernährung der Zukunft bieten die Produzenten Bearprotein und MikroKosmos auf dem Umweltfestival. Beide haben sich zum Ziel gesetzt, Insekten als Nahrungsmittel salonfähig zu machen. Vergleicht man die Produktion von Rindfleisch und Heuschreckensnacks wird der ökologischen Mehrwert von Insekten als Nahrungsmittel sofort klar: 8 L Wasser statt 16000 Liter Wasser werden verbraucht, 2 kg statt 16 kg Nahrung benötigt und 0,27 kg CO2 statt 27 kg ausgestoßen.
Im Zelt der Grünen Liga Berlin präsentiert Mikrokosmos die Anzucht von Insekten, informiert über den Mehrwert und lädt beim Showkochen dazu ein, verschiedene Insektengerichte zu probieren.
Zudem wird um 11.30 Uhr auf der Bühne am sowjetischen Ehrenmal die Etablierung von Insekten als gewohntes Nahrungsmittel diskutiert.

Das Programm im Überblick

l’orchestre couchette – Das Liegewagenorchester

Wann fährt mal wieder n‘ richtiger Nachtzug? Bereits der Name lässt erahnen was die Besucher beim Auftritt des L’orchestre couchette erwartet. Als Liegewagenorchester macht die neu zusammengefundene Gruppe aus drei erfahrenen Musikern auf die fehlenden Nachtzüge aufmerksam. Der Nachtzugverkehr der Bahn wurde eingestellt und das obwohl dieser einen bedeutenden Mehrwert für den nachhaltigen Personenverkehr bietet.  Mit musikalischer Einlage wird die Nachtzugkampagne auf der Bühne am sowjetischen Ehrenmal präsentiert. Die genau Uhrzeit entnehmen Sie in Kürze dem Bühnenprogramm.

Mobilität der Zukunft – Zeit für eine Verkehrswende

Für die Zukunft der Stadt spielt das Thema nachhaltige Mobilität eine zentrale Rolle. Nicht ohne Grund fahren auch in diesem Jahr wieder tausende Demonstranten mit der Fahrrad-Sternfahrt durch die autofreien Straßen von Berlin um für abgasfreie Luft und eine fahrradfreundliche Stadt zu demonstrieren. Auf der großen Bühne vor dem Brandenburger Tor begrüßen wir gemeinsam mit dem ADFC Berlin, Mobilitätsforscher Professor Dr. Andreas Knie und Umweltsenatorin Regine Günther die Teilnehmer_innen der Sternfahrt.

Eine der zentralen Fragen: „Wie kann eine Verkehrswende gelingen?“. Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Diskussion um 15.30Uhr auf der Bühne am Brandenburger Tor.

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass erstmals ein Fall von Abgasbetrug deutscher Autohersteller öffentlich wurde. Seitdem folgt eine Enthüllung nach der anderen. Längst ist klar, dass die Automobilkonzerne über einen langen Zeitraum nicht nur ihre Kunden, sondern alle betrogen und geschädigt haben, die unter den hohen Stickoxidbelastungen in deutschen Städten leiden. Klar ist, dass das Auto so keine Zukunft haben wird in einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Auch in Berlin werden die europäischen Grenzwerte für Stickoxide überschritten. Tempo 30, Förderung der Elektromobilität und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs werden nicht ausreichen, um schnelle Erfolge zu erzielen. U- und S-Bahnen in der Hauptstadt sind bereits jetzt am Kapazitätslimit, die Lieferung neuer Wagen nimmt Jahre in Anspruch. Der ADFC sieht die Lösung für eine schnelle und Kostengünstige Verkehrswende unter anderem im Ausbau der Radinfrasktruktur.

Mehr Bio in Stadt und Land

Passend zum Festival-Motto „Zukunft der Stadt – Stadt der Zukunft“  spielen natürlich auch die Themen ökologische Landwirtschaft sowie regionale und nachhaltige Ernährung eine zentrale Rolle. Zu Recht gilt Berlin als Europas Bio-Hauptstadt – der Dichte an Bio-Supermärkten und -Geschäften wegen und weil viele Berliner großen Wert auf ökologisch sowie in der Region produzierte Lebensmittel legen. Wohlwissend, dass Bio, noch dazu wenn es auf kurzen Wegen zum Verbraucher kommt, die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft ist.
Wir freuen uns Geschäftsführer Michael Wimmer von der Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) auf der Bühne am Brandenburger Tor begrüßen zu dürfen. Auch in diesem Jahr bringt die FÖL mit dem BioErlebnisBauernhof wieder Ökolandbau zum Anfassen und Erleben in die Stadt. Mit Ihrer Arbeit setzt sich die FÖL für „Mehr Bio in Stadt und Land“ ein und bündelt sowohl die Belange von Bio-Unternehmen wie auch die Wünsche der Konsumenten in Berlin-Brandenburg.

Förderpreisverleihung „Gemeinsam Boden gut machen“

Auch in diesem Jahr zeichnet der NABU gemeinsam mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative wieder Landwirte aus ganz Deutschland mit dem Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ aus. Wir freuen uns in diesem Jahr  Bundesumweltministerin Svenja Schulze zur Auszeichnung der Landwirte auf der Bühne am Brandenburger Tor begrüßen zu dürfen.
Ziel des NABU-Projektes »Gemeinsam Boden gut machen« ist es, die Biolandwirtschaft in Deutschland zu stärken. Alnatura teilt diese Vision und unterstützt das Projekt über die Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI). Die Preisträger_innen zeigen ein besonderes Engagement oder innovative Konzepte für Umstellungsbetriebe oder bestehende Biobetriebe, die eine Betriebserweiterung planen.

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