Umweltfestival 2019

2. Juni 2019 Brandenburger Tor 11 – 19 Uhr

 

 

Slow Food Deutschland und MISEREOR – Landwirtschaft spielerisch erfahren

Warum die Ressource Boden grundlegend für unsere Ernährung ist und wir den Boden nicht mit unseren Füßen treten sollten, wie handwerkliches Popcorn aus samenfesten Maissorten schmeckt und warum sich Geduld in der Pflanzzeit lohnt, erfahrt Ihr am Stand von Slow Food Deutschland und MISEREOR (Standnummer 248). Die folgenden Mitmachaktionen erwarten euch am Stand:

„Klein Bauer ärger dich nicht“-Brettspiel
Beim Brettspiel „Kleinbauer*in ärger dich nicht“ gelangt jede*r Spieler*inn durch würfeln auf diverse Aktionsfelder. Auf dem Weg kann ihm*ihr Gutes und Schlechtes passieren, wie ein Hoferbe oder strenge Umweltschutzauflagen und Kontamination durch Genmais vom Nachbarfeld. Manche Aktionen wie der Leguminosenanbau haben positive Auswirkungen, z. B. auf die Bodenfruchtbarkeit, und andere wie die jahrelange intensive Bewirtschaftung der Fläche haben negative Folgen. Ziel ist es bis zum Ziel einen erfolgreichen Kleinbetrieb zu führen.

Boden mit allen Sinnen begreifen
Böden sind die Grundlage unseres Lebens, sie bringen über 95 Prozent unserer Lebensmittel hervor. Gleichzeitig werden sie aber immer knapper. Deshalb thematisiert Slow Food Deutschland mit dem Bildungsprojekt Boden Begreifen die Nutzung der endlichen Ressource Boden im Kontext einer wachsenden Weltbevölkerung und macht die Ressource Boden für Kinder und Jugendliche begreifbar. Das Projekt behandelt unter anderem die Bedeutung von Boden für die Klimabilanz, die Beschaffenheit verschiedener Böden und den individuellen Bodenverbrauch. Diese Themen werden eingebettet in ein Mitmachprogramm, bei dem die Kinder z. B. selbst im Boden wühlen dürfen.

Fotos: Holger Riegel, Slow Food Deutschland

So gut schmeckt selbst gemachtes Popcorn!
Auf dem Umweltfestival wollen wir selbst Popcorn machen, damit ihr schmeckt, wie sich dieses von industriellem unterscheidet. Außerdem wollen wir experimentieren und Popcorn aus samenfesten Maissorten machen! Warum es im Sinne von Ernährungssicherung und -souveränität wichtig ist, alte und samenfeste Sorten zu erhalten, erfahren die Teilnehmenden und können durch Verkostung die Unterschiede zu industriellen Sorten herausschmecken. Aus geschmacklicher, ökologischer aber auch ernährungsphysiologischer Sicht liegen Welten zwischen den ökologischen samenfesten Sorten und den standardisierten, für die industrielle Erzeugung geeigneten Sorten.

Slow Food:
Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem einsetzt. Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind für Slow Food ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger sowie die Wertschätzung und der Genuss von Lebensmitteln. Slow Food Deutschland e. V. wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist Slow Food in über 170 Ländern mit diversen Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv.

MISEREOR:
Als Entwicklungshilfswerk der katholischen Kirche kämpft MISEREOR seit 1958 für Gerechtigkeit, gegen Hunger, Krankheit und Ausgrenzung sowie deren Ursachen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützen wir Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur, jeder Hautfarbe. Seit 1958 und in  über 106.000 Projekten in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika. MISEREOR ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft: www.entwicklung-hilft.de